Gedenkstätte

Bullenhuser Damm

Die ehemalige Schule am Bullenhuser Damm

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie erinnert an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene, die am 20. April 1945 im Keller des Gebäudes von SS-Männern ermordet wurden. Vor ihrer Ermordung wurden die Kinder zu pseudomedizinischen Versuchen im KZ Neuengamme missbraucht. Die Gedenkstätte besteht aus einer Ausstellung und einem Rosengarten.

Aktuelle Meldungen

Detlef Garbe in den Ruhestand verabschiedet

Detlef Garbe, geboren 1956 in Göttingen, studierte Geschichte, Religion und Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg. Er gehörte 1982 zu den Gründern der Projektgruppe für die vergessenen…

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Gedenken am Bullenhuser Damm 2022

Zur Gedenkveranstaltung hatte die Vereinigung "Kinder vom Bullenhuser Damm" eingeladen. Das Programm begann mit einer nichtöffentlichen Gedenkfeier, zu der Angehörige der ermordeten Kinder anreisten:…

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Jahresbericht 2021

Neben Berichten aus den  verschiedenen Abteilungen der Stiftung enhält der Jahresbericht auch folgende thematische Artikel: Detlef Garbe: „Geschichte dingfest, fälschungssicher machen“ – 40…

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Was machen wir als Gedenkstätte angesichts der Kriegssituation in Europa?

Gedenkstätten, die an die NS-Verbrechen erinnern, haben sich in den letzten Jahrzehnten darum bemüht, Wissen über die Verfolgung und Ermordung zu vermitteln. Der Auftrag gilt auch der…

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Regeln für den Besuch der Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten

Liebe Besucher*innen, ab 1. Mai 2022 sind die bisher geltenden Corona-Beschränkungen aufgehoben. Wir bitten dennoch weiterhin um das Tragen von FFP2-Masken in Innenräumen und um das Abstandhalten zu…

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Termine

  • Sonntag, 4. September 2022 14:00–16:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Alexis Werner. Keine Anmeldung nötig.

  • Sonntag, 11. September 2022 11:00–12:30

Gedenken und Aufbruch am Bullenhuser Damm

Im Keller der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm wurden 1945 20 jüdische Kinder und 28 Erwachsene ermordet, die Häftlinge des KZ Neuengamme waren. Eine Gedenkstätte im Keller erinnert heute an diese Menschen. Wie war der Weg zur Gedenkstätte? Warum steht das übrige Gebäude leer? Und welche Perspektiven gibt es für die Zukunft des Gebäudes und des Stadtteils? Ein Rundgang durch die Gedenkstätte und in das im Wesentlichen sonst nicht öffentlich zugängliche Gebäude. Begleitung: Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Henrike Thomsen, Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co KG. Hinweis: Auch um 14 Uhr findet ein Rundgang statt.

  • Sonntag, 11. September 2022 13:00–14:00

spu[e]ren

Eine performative Begehung zum Tag des offenen Denkmals. Interessierte werden vom bildenden Künstler Arne Lösekann, dem Tänzer Julien Müller aus dem THE CURRENT DANCE COLLECTIVE und der Kulturanthropologin Bianka Schaffus auf einer konstruktivistischen Weise durch die sonst nicht zugänglichen Räume der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm begleitet. 

  • Sonntag, 11. September 2022 14:00–15:30

Gedenken und Aufbruch am Bullenhuser Damm

Im Keller der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm wurden 1945 20 jüdische Kinder und 28 Erwachsene ermordet, die Häftlinge des KZ Neuengamme waren. Eine Gedenkstätte im Keller erinnert heute an diese Menschen. Wie war der Weg zur Gedenkstätte? Warum steht das übrige Gebäude leer? Und welche Perspektiven gibt es für die Zukunft des Gebäudes und des Stadtteils? Ein Rundgang durch die Gedenkstätte und in das im Wesentlichen sonst nicht öffentlich zugängliche Gebäude. Begleitung: Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Henrike Thomsen, Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co KG. Hinweis: Auch um 11 Uhr findet ein Rundgang statt.

  • Sonntag, 11. September 2022 16:00–17:00

spu[e]ren

Eine performative Begehung zum Tag des offenen Denkmals. Interessierte werden vom bildenden Künstler Arne Lösekann, dem Tänzer Julien Müller aus dem THE CURRENT DANCE COLLECTIVE und der Kulturanthropologin Bianka Schaffus auf einer konstruktivistischen Weise durch die sonst nicht zugänglichen Räume der ehemaligen Schule am Bullenhuser Damm begleitet.

Das Außenlager Bullenhuser Damm nach der Räumung, Mai 1945.

Im KZ Neuengamme

führte der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer Tuberkulose-Versuche an Häftlingen durch. Zum selben Zweck ließ er im November 1944 zehn Jungen und zehn Mädchen aus dem KZ Auschwitz holen. Sie waren zwischen 5 und 12 Jahren alt. Betreut wurden die Kinder von zwei französischen Häftlingsärzten und zwei niederländischen Häftlingspflegern, die als Widerstandskämpfer inhaftiert waren. Um das Verbrechen zu verbergen, ermordeten SS-Männer die Kinder und ihre vier Betreuer: Wenige Tage vor Kriegsende wurden sie in eine zuletzt als KZ-Außenlager genutzte Schule am Bullenhuser Damm im kriegszerstörten Stadtteil Rothenburgsort gebracht und dort in der Nacht des 20. April 1945 im Keller ermordet. In derselben Nacht wurden dort mindestens 24 weitere sowjetische KZ-Häftlinge erhängt. 

Ausstellungsraum mit den Biografien der Kinder in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm.

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten für die Kinder vom Bullenhuser Damm

erinnert an die Opfer dieses Verbrechens. Die Gedenkstätte wurde 1980 auf private Initiative durch die Vereinigung „Kinder vom Bullenhuser Damm“ eröffnet. 1999 wurde sie in städtische Trägerschaft übernommen und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme angegliedert. Die 2011 neu eröffnete Dauerausstellung (deutsch, englisch) informiert über den Ort als Schule und als Außenlager des KZ Neuengamme, über die medizinischen Experimente, die Opfer, die Morde, die Täter und den Umgang mit dem Verbrechen nach 1945. Im Rosengarten hinter dem Schulhof können Rosen zum Gedenken an die Ermordeten gepflanzt werden. Seit 1985 erinnert dort eine Bronzeplastik von Anatoli Mossitschuk an die sowjetischen Häftlinge.

Die Ausstellung online

Grete Hamburg am Gedenkstein für ihren Bruder Walter Jungleib

Adresse:
Bullenhuser Damm 92
20539 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen.
Der Rosengarten ist immer geöffnet.

Eintritt frei.

Die Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar.

Telefonische oder online-Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310