Gedenkstätte

Bullenhuser Damm

Die ehemalige Schule am Bullenhuser Damm

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie erinnert an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene, die am 20. April 1945 im Keller des Gebäudes von SS-Männern ermordet wurden. Vor ihrer Ermordung wurden die Kinder zu pseudomedizinischen Versuchen im KZ Neuengamme missbraucht. Die Gedenkstätte besteht aus einer Ausstellung und einem Rosengarten.

Aktuelle Meldungen

Foto; SHGL, 2020

Begleitete Angebote wieder buchbar

Wir bieten vor diesem Hintergrund wieder verschiedene Formate u.a. für Gruppenbegleitungen an. Die geltenden Auflagen werden dabei stets beachtet. Veranstaltungen draußen Begleitete…

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Regeln für den Besuch der Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten

Für die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die Gedenkstätten Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel und Poppenbüttel gelten bei einem Besuch besondere Vorkehrungen zur Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen…

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Bericht von der 17. Tagung der Außenlager-Initiativen und -Gedenkstätten des ehemaligen KZ Neuengamme

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung lag auf dem Medium der Graphic Novel in der Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit von Gedenkstätten. Ausgangspunkt für diese Schwerpunktsetzung war, dass im…

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Neue Ausstellung in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm

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Gedenkstätten digital entdecken

Link zum Teaserfilm [Vimeo] Die neuen Online-Angebote ergänzen die bestehenden Bildungsangebote der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Jenseits pandemiebedingter Einschränkungen unseres…

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Termine

  • Sonntag, 5. Dezember 2021 14:00–16:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Dieter Schlichting.

Das Außenlager Bullenhuser Damm nach der Räumung, Mai 1945.

Im KZ Neuengamme

führte der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer Tuberkulose-Versuche an Häftlingen durch. Zum selben Zweck ließ er im November 1944 zehn Jungen und zehn Mädchen aus dem KZ Auschwitz holen. Sie waren zwischen 5 und 12 Jahren alt. Betreut wurden die Kinder von zwei französischen Häftlingsärzten und zwei niederländischen Häftlingspflegern, die als Widerstandskämpfer inhaftiert waren. Um das Verbrechen zu verbergen, ermordeten SS-Männer die Kinder und ihre vier Betreuer: Wenige Tage vor Kriegsende wurden sie in eine zuletzt als KZ-Außenlager genutzte Schule am Bullenhuser Damm im kriegszerstörten Stadtteil Rothenburgsort gebracht und dort in der Nacht des 20. April 1945 im Keller ermordet. In derselben Nacht wurden dort mindestens 24 weitere sowjetische KZ-Häftlinge erhängt. 

Ausstellungsraum mit den Biografien der Kinder in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm.

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten für die Kinder vom Bullenhuser Damm

erinnert an die Opfer dieses Verbrechens. Die Gedenkstätte wurde 1980 auf private Initiative durch die Vereinigung „Kinder vom Bullenhuser Damm“ eröffnet. 1999 wurde sie in städtische Trägerschaft übernommen und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme angegliedert. Die 2011 neu eröffnete Dauerausstellung (deutsch, englisch) informiert über den Ort als Schule und als Außenlager des KZ Neuengamme, über die medizinischen Experimente, die Opfer, die Morde, die Täter und den Umgang mit dem Verbrechen nach 1945. Im Rosengarten hinter dem Schulhof können Rosen zum Gedenken an die Ermordeten gepflanzt werden. Seit 1985 erinnert dort eine Bronzeplastik von Anatoli Mossitschuk an die sowjetischen Häftlinge.

Die Ausstellung online

Grete Hamburg am Gedenkstein für ihren Bruder Walter Jungleib

Adresse:
Bullenhuser Damm 92
20539 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen.
Der Rosengarten ist immer geöffnet.

Eintritt frei.

Die Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar.

Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310