Gedenkstätte

Bullenhuser Damm

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm

ist eine Gedenkstätte der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen. Sie erinnert an 20 jüdische Kinder und mindestens 28 Erwachsene, die am 20. April 1945 im Keller des Gebäudes von SS-Männern ermordet wurden. Vor ihrer Ermordung wurden die Kinder zu pseudomedizinischen Versuchen im KZ Neuengamme missbraucht. Die Gedenkstätte besteht aus einer Ausstellung und einem Rosengarten.

Aktuelle Meldungen

Foto; SHGL, 2020

Begleitete Angebote wieder buchbar

Wir bieten vor diesem Hintergrund seit dem 7. Juni 2021 wieder verschiedene Formate u.a. für Gruppenbegleitungen an. Die geltenden Auflagen werden dabei stets beachtet. Veranstaltungen draußen …

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Gedenkstätten digital entdecken

Link zum Teaserfilm [Vimeo] Die neuen Online-Angebote ergänzen die bestehenden Bildungsangebote der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Jenseits pandemiebedingter Einschränkungen unseres…

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Neue Regeln für den Besuch der Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten ab Oktober

Für die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, die Gedenkstätte Bullenhuser Damm und die Gedenkstätte Poppenbüttel gelten bei einem Besuch besondere Vorkehrungen zur Einhaltung der Kontakt- und…

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Open Call: Online Ideenworkshop zur Konzeptentwicklung einer digitalen Plattform für die Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Die Gedenkstätte Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm  erinnert an das Schicksal von 20 jüdischen Kindern, die 1944 aus dem KZ Auschwitz in das KZ Neuengamme deportiert und dort für…

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Wir trauern um Esther Bejarano (1924-2021)

Esther Bejarano kam am 15. Dezember 1924 im heutigen Saarlouis als Tochter des Schuldirektors und jüdischen Kantors Rudolf und der Lehrerin Margarethe Loewy zur Welt. Nach den Novemberpogromen 1938…

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Termine

  • Sonntag, 31. Oktober 2021 10:00–17:00

#seeforfree - heute gilt das 2G Modell

Die Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte beteiligen sich an der Aktion #seeforfree. Bitte beachten Sie, dass heute für den Besuch aller Gedenkstätten das 2G-Modell gilt, das heißt, dass bei einem Besuch eine Covid-19-Impfung oder Genesung nachgewiesen werden muss.

  • Montag, 1. November 2021 16:30–17:30

online-Veranstaltung

„Gedenkstätten digital entdecken“ – neue Online-Bildungsangebote

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme hat neue Angebote für die Online-Bildungsarbeit mit Jugend- und Erwachsenengruppen entwickelt. Diese ermöglichen eine pädagogisch begleitete und interaktive Vorbereitung auf einen Gedenkstättenbesuch wie auch rein digitale Erkundungen der Hamburger Gedenkstätten Neuengamme, Bullenhuser Damm, Fuhlsbüttel und Poppenbüttel. Im Rahmen dieser Online-Präsentation, die sich an Multiplikator*innen der Jugend- und Erwachsenenbildung aus Schulen, Hochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen wendet, werden die neuen Angebote sowie verschiedene Tools, die wir dafür nutzen, vorgestellt. Zudem werden die Voraussetzungen für das Gelingen digitaler Bildungsarbeit wie auch damit verbundene Herausforderungen und Fallstricke thematisiert. Anmeldung bis 1. November, 12 Uhr:

  • Sonntag, 7. November 2021 14:00–16:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Dieter Schlichting.

  • Freitag, 26. November 2021–27. November 2021

online

Online-Ideenworkshop zur Konzeptentwicklung einer digitalen Plattform für die Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Tag 1: Freitag, 26. November 2021, 16-19 Uhr
Tag 2: Samstag, 27. November 2021, 10-17 Uhr

In einem zweitägigen Online-Workshop möchten wir programmatische, konzeptuelle Überlegungen und Zielsetzungen für die Ausgestaltung eines Produkts digitaler Gedenkstättenarbeit diskutieren und erarbeiten.

Am ersten Tag werden grundsätzliche Überlegungen und Ideen zu einem digitalen Produkt für die Gedenkstätte Bullenhuser Damm vorgestellt. Am zweiten Workshoptag schließen zwei Blöcke mit Diskussionsrunden an: Im ersten Block wird diskutiert, welche konzeptuellen und didaktischen Ziele bei einer „virtuellen Gedenkstätte“ verfolgt werden sollten. Sind audiovisuelle Medien mit AR- und VR-Anwendungen konzeptuell zielführend und welche kritischen Fragen müssen sich gestellt werden? Inwiefern haben digitale Formen der Gedenkstättenarbeit Potenziale, über den additiven Charakter hinauszugehen und nachhaltig eine Ausstellung vor Ort mitzugestalten? Im zweiten Block werden Ideen zu konkreten inhaltlichen und medialen Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert. Als Ergebnis des Workshops steht idealerweise eine gemeinsam erarbeitete didaktisch-inhaltliche und technische Gesamtidee (oder Ideen) für die Entwicklung einer digitalen Plattform für die Gedenkstätte Bullenhuser Damm.

Ausführliche Informationen: Ideenworkshop

Kooperation mit der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm e.V., dem studentischen Projekt Geschichte im Virtuellen Raum (GiVR) der Universität Hamburg, dem Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg, dem Fachbereich Geschichte | Public History an der Universität Hamburg sowie der „Studierenden und Young Professionals in der AG Angewandte Geschichte / Public History im VHD“.

Anmeldung bis 19. November 2021: iris.groschek@gedenkstaetten.hamburg.de

  • Sonntag, 5. Dezember 2021 14:00–16:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Dieter Schlichting.

Das Außenlager Bullenhuser Damm nach der Räumung, Mai 1945.

Im KZ Neuengamme

führte der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer Tuberkulose-Versuche an Häftlingen durch. Zum selben Zweck ließ er im November 1944 zehn Jungen und zehn Mädchen aus dem KZ Auschwitz holen. Sie waren zwischen 5 und 12 Jahren alt. Betreut wurden die Kinder von zwei französischen Häftlingsärzten und zwei niederländischen Häftlingspflegern, die als Widerstandskämpfer inhaftiert waren. Um das Verbrechen zu verbergen, ermordeten SS-Männer die Kinder und ihre vier Betreuer: Wenige Tage vor Kriegsende wurden sie in eine zuletzt als KZ-Außenlager genutzte Schule am Bullenhuser Damm im kriegszerstörten Stadtteil Rothenburgsort gebracht und dort in der Nacht des 20. April 1945 im Keller ermordet. In derselben Nacht wurden dort mindestens 24 weitere sowjetische KZ-Häftlinge erhängt. 

Ausstellungsraum mit den Biografien der Kinder in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm.

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten für die Kinder vom Bullenhuser Damm

erinnert an die Opfer dieses Verbrechens. Die Gedenkstätte wurde 1980 auf private Initiative durch die Vereinigung „Kinder vom Bullenhuser Damm“ eröffnet. 1999 wurde sie in städtische Trägerschaft übernommen und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme angegliedert. Die 2011 neu eröffnete Dauerausstellung (deutsch, englisch) informiert über den Ort als Schule und als Außenlager des KZ Neuengamme, über die medizinischen Experimente, die Opfer, die Morde, die Täter und den Umgang mit dem Verbrechen nach 1945. Im Rosengarten hinter dem Schulhof können Rosen zum Gedenken an die Ermordeten gepflanzt werden. Seit 1985 erinnert dort eine Bronzeplastik von Anatoli Mossitschuk an die sowjetischen Häftlinge.

Die Ausstellung online

Grete Hamburg am Gedenkstein für ihren Bruder Walter Jungleib

Adresse:
Bullenhuser Damm 92
20539 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen.
Der Rosengarten ist immer geöffnet.

Eintritt frei.

Die Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar.

Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310