Gedenkstätte

Bullenhuser Damm

Die ehemalige Schule am Bullenhuser Damm

Aktuelle Meldungen

Besuch in Zeiten des Coronavirus

Bitte beachten Sie: Besuchen Sie uns nur, wenn Sie sich gesund fühlen. Besuche sind möglich für Einzelpersonen, Familien, Personen aus maximal zwei Haushalten sowie von Gruppen bis zu 10…

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Wieder offen für Einzelbesucher*innen

Nach einem gemeinsam abgestimmten Vorgehen der staatlich getragenen Hamburger Museen und Ausstellungshäuser werden die Gedenkstätten der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte nach der über…

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Andra Bucci zeigt auf ein Foto von sich und ihrem Cousin Sergio in der Ausstellung am Bullenhuser Damm

Italienische Delegation besucht die Gedenkstätten Bullenhuser Damm und Neuengamme

Andra Bucci überlebte das KZ Auschwitz, doch das Schicksal eines Familienmitglieds verbindet sie auch mit Hamburg: Ihr Cousin, Sergio De Simone, wurde wie 19 weitere Kinder von Auschwitz in das KZ…

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Gedenken am Bullenhuser Damm

Zur Gedenkfeier reisten mit den Familien Zylberberg, De Simone/Bucci, Grumelin und Kohn Angehörige der ermordeten Kinder Sergio de Simone, Ruchla Zylberberg, Roman und Eleonora Witonska sowie…

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Foto der Gedenkfeier 1979

40 Jahre Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm

Die zehn Mädchen und zehn Jungen waren im November 1944 aus dem KZ Auschwitz in das KZ Neuengamme gebracht worden. Der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer führte im KZ Neuengamme an den gesunden Kindern…

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Termine

  • Sonntag, 2. August 2020 14:00–16:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Alexis Werner.
Anmeldung per Mail: stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de

  • Sonntag, 6. September 2020 14:00–16:00

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Öffentliche Führung durch die Gedenkstätte mit Katharina Möller.
Anmeldung unter stiftung@gedenkstaetten.hamburg.de

  • Donnerstag, 29. Oktober 2020–30. Oktober 2020

NS-Verfolgte nach der Befreiung. Ausgrenzungserfahrungen und Neubeginn

Wie erlebten die aus Konzentrationslagern, Gefängnissen und Verstecken befreiten Verfolgten des Nationalsozialismus das Kriegsende? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Bedingungen prägten den Prozess ihrer Rückkehr in ein „normales" Leben? Welche Faktoren beeinflussten ihre Entscheidungen zur Rückkehr in ihre jeweiligen Herkunftsländer, zum Verbleib an den Orten ihrer Befreiung oder zur Emigration in eine neue Heimat? Welche Formen der Unterstützung erfuhren sie, und mit welchen Hindernissen bzw. fortgesetzten oder neuen Formen der Ausgrenzungen mussten sie zurechtkommen?

Zum 75. Jahrestag der Befreiung möchte diese Tagung ein Forum für wissenschaftliche Zugänge zu den Erfahrungen der NS-Verfolgten nach Kriegsende bieten. In den Blick genommen werden die von Verfolgungskontext, Geschlechtszugehörigkeit und Staatsangehörigkeit geprägten Nachkriegserfahrungen der Überlebenden, auch und gerade in der Interaktion mit ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld.

Kosten:

Der Teilnahmebetrag inklusive Verpflegung beträgt pro Person 50,-EUR (ermäßigt 30,-EUR). Kosten für Reise und Unterbringung können nicht übernommen werden.

Kontakt und Information:

Amina Edzards, Tel.: +49 40 428131-522

E-Mail: amina.edzards@gedenkstaetten.hamburg.de

Flyer

 

Das Außenlager Bullenhuser Damm nach der Räumung, Mai 1945.

Im KZ Neuengamme

führte der SS-Arzt Dr. Kurt Heißmeyer Tuberkulose-Versuche an Häftlingen durch. Zum selben Zweck ließ er im November 1944 zehn Jungen und zehn Mädchen aus dem KZ Auschwitz holen. Sie waren zwischen 5 und 12 Jahren alt. Betreut wurden die Kinder von zwei französischen Häftlingsärzten und zwei niederländischen Häftlingspflegern, die als Widerstandskämpfer inhaftiert waren. Um das Verbrechen zu verbergen, ermordeten SS-Männer die Kinder und ihre vier Betreuer: Wenige Tage vor Kriegsende wurden sie in eine zuletzt als KZ-Außenlager genutzte Schule am Bullenhuser Damm im kriegszerstörten Stadtteil Rothenburgsort gebracht und dort in der Nacht des 20. April 1945 im Keller ermordet. In derselben Nacht wurden dort mindestens 24 weitere sowjetische KZ-Häftlinge erhängt. 

Ausstellungsraum mit den Biografien der Kinder in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm.

Die Gedenkstätte Bullenhuser Damm und Rosengarten für die Kinder vom Bullenhuser Damm

erinnert an die Opfer dieses Verbrechens. Die Gedenkstätte wurde 1980 auf private Initiative durch die Vereinigung „Kinder vom Bullenhuser Damm“ eröffnet. 1999 wurde sie in städtische Trägerschaft übernommen und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme angegliedert. Die 2011 neu eröffnete Dauerausstellung (deutsch, englisch) informiert über den Ort als Schule und als Außenlager des KZ Neuengamme, über die medizinischen Experimente, die Opfer, die Morde, die Täter und den Umgang mit dem Verbrechen nach 1945. Im Rosengarten hinter dem Schulhof können Rosen zum Gedenken an die Ermordeten gepflanzt werden. Seit 1985 erinnert dort eine Bronzeplastik von Anatoli Mossitschuk an die sowjetischen Häftlinge.

Die Ausstellung online

Grete Hamburg am Gedenkstein für ihren Bruder Walter Jungleib

Adresse:
Bullenhuser Damm 92
20539 Hamburg

Öffnungszeiten:
sonntags 10-17 Uhr und nach Vereinbarung für Führungen.
Der Rosengarten ist immer geöffnet.

Eintritt frei.

Die Ausstellung ist mit dem Rollstuhl befahrbar.

Buchung von Gruppenführungen:
Museumsdienst Hamburg,
Telefon: +49 40 4281310